Juvenile Skoliose

Skoliose - so bezeichnet man eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Verdrehung der Wirbel, die von der Muskulatur nicht mehr aufgerichtet werden kann. Um das Körpergleichgewicht aufrecht erhalten zu können, bildet die Wirbelsäule bei der Skoliose S-förmige Bögen aus, die sich gegenseitig kompensieren.

SkolioseDie Skoliose tritt vor allem in Zeiten des starken körperlichen Wachstums (z. B. in der Pubertät) auf und zählt zu den Wachstumsdeformitäten. Nur der geringste Teil der Skoliosen kann auf bestimmte Ursachen wie angeborene Wirbelfehlbildungen oder Nerven- und Muskelkrankheiten zurückgeführt werden.In diesen Fällen handelt es sich um symptomatische oder sekundäre Skoliose.

Zwischen 80 und 90 % aller Skoliosen treten dagegen ohne bisher erklärbare Ursache bei heranwachsenden Mädchen mit einer bis dahin völlig gesunden Wirbelsäule auf (idiopathische Skoliose). Die traditionelle Einteilung idiopathischer Skoliosen erfolgt nach dem Alter des Auftretens und unterscheidet zwischen infantilen (bis 4 Jahre), juvenilen (zwischen 4 bis 10 Jahre) und adoleszenten Skoliosen (über 10 Jahre bis zur Skelettreife).

Erste Versuche, Skoliosen zu behandeln und Wirbelsäulenverkrümmungen zu korrigieren, sind bereits von Hippokrates beschrieben worden und noch im Jahre 1897 schrieb der bekannte Orthopäde Hoffa: “Meiner Ansicht nach liegt in dem Problem der Skoliosebehandlung das Problem der Orthopädie der Zukunft überhaupt, und es muß daher unser eifriges Bemühen sein, Mittel und Wege zu finden, um auch der Skoliose erfolgreich entgegentreten zu können."

 

Skoliose

Die Skoliose ist eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule (Abbildung links) bei gleichzeitiger Rotation der Wirbel gegeneinander (Abbildung rechts), welche nicht mehr durch die Muskulatur aufgerichtet werden kann.